Dr. Karsten Rudolph
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Wahlkreis (15. März 2010)

Ministerium fühlt sich nicht verantwortlich

Die Pistenretter im Hochsauerlandkreis sind frustriert. Denn bei vielen erstversorgten Wintersportlern wartet der Rettungsdienst lange bis vergeblich auf die Erstattung der Kosten. Der Grund: Viele belgische, holländische und britische Urlauber haben keine Europäische Krankenkarte dabei. Auch die darüber hinaus von der EU geforderte “Anlage 81″ bereitet häufig Probleme. Liegt diese nicht vor, erstattet die deutsche Krankenkasse dem Rettungsdienst auch keine Rechnung. “Eine Situation, die absolut inakzeptabel ist”, findet der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Karsten Rudolph.

Deshalb hat sich Rudolph in einer schriftlichen Anfrage an den zuständigen Minister Karl-Josef Laumann gewandt und um schnelle Abhilfe gebeten.
Der Minister fühlt sich jedoch nicht verantwortlich: Er verweist in seinem Antwortschreiben darauf, dass der Rettungsdienst “im Bedarfsfalle” auch über die EC-Karte des jeweiligen Patienten abrechnen könne.

Bereits 2006 hatte es zu dem Thema ein Gespräch zwischen Vertretern des Rettungsdienstes im HSK und des zuständigen nordrhein-westfälischen Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gegeben. “Damals hatte der zuständige Referatsleiter des Ministeriums Abhilfe versprochen - doch auch drei Jahre später hat sich die Situation immer noch nicht entspannt”, kritisiert der
SPD-Landtagsabgeordnete.
Laut Peter Senn, Leiter des Rettungsdienstes im HSK, sind bereits mehr als 130 offene Rechnungen mit einem Volumen von bis zu 130 000 Euro bei den Sauerländer Pistenrettern aufgelaufen - und dabei sei der Winter 2009/2010 noch gar nicht eingerechnet.

Dem Rettungsdienst im HSK bleibt jetzt nur noch eins übrig, so Rudolph, den verunglückten Wintersportlern aus dem benachbartem Ausland sogleich um die
EC-Karte zu bitten in der Hoffnung, dass der “Bedarfsfall” zeitnah und unkompliziert abgerechnet werden kann.


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